Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Entscheidung über die Zukunft des Lehrschwimmbeckens Stapelmoor

BezeichnungInhalt
Sitzung:25.06.2019   SchKA/002/2019 
Beschluss:einstimmig beschlossen
Abstimmung: Ja: 9, Nein: 0, Enthaltungen: 0
Vorlage:  BV/2019/2604 

Ausschussmitglied Schullerer sind die Umfrageergebnisse entschieden zu negativ dargestellt. Sie hinterfragt, wer befragt wurde – auch die Eltern der Kindergartenkinder?

Da es maximal um 7.000,-- € gehe fände sie eine Schließung schade.

 

Ratsfrau Knoop erinnert in ihren Ausführungen an die vergangenen Jahrzehnte. Auch in 2001 sei die Schließung bereits einmal politisches Thema gewesen. Dann habe sich eine Projektgruppe gebildet, die in den kommenden Jahren wertvolle ehrenamtliche Arbeit geleistet habe. Das Becken sei durch Spendenmittel mit Unterstützung der Meyer-Werft und der Ausbildungswerkstatt saniert worden. Sie appelliert an die Anwesenden und fragt, ob es nicht mehr zeitgemäß sei, etwas gemeinsam zu schaffen. Im Falle des Fortbestands des Lehrschwimmbeckens könne die Schulzeit ohne Ausfälle für Fahrdienst zum Schwimmunterricht genutzt werden, da auch im Lehrkörper der Grundschule die Voraussetzungen dazu vorliegen.

Sie stelle sich die Frage, wie sich 5.000,-- € jährlich, eingesetzt für die Schulkinder auf einen städtischen Haushalt auswirken – darüber hinaus erfahre die Schulanlage durch das Lehrschwimmbecken eine Wertsteigerung.

Eine Projektgruppe, die sich dafür ausspreche, diese wertvolle Aufgabe fortzuführen, müsse man unterstützen. Die Gruppe UGFG spricht sich für den Fortbestand des Lehrschwimmbeckens aus.

 

Ausschussmitglied Siemons erinnert an die 54jährige Tradition und fordert auf, für den Erhalt des Lehrschwimmbeckens zu kämpfen. Er verweist dabei auf das bekannte „Bädersterben“ der letzten Jahre an den verschiedensten Orten, immer zum Nachteil der Bürger.

Er bedankt sich bei allen Beteiligten vor Ort, die sich über die Jahre für den Badbetrieb eingesetzt haben. Auch er moniert, dass die Stadt Weener (Ems) sich nicht an Absprachen gehalten habe. Er sieht das ständige Hinhalten als taktische Maßnahme der Stadt Weener (Ems) an, die viele abschreckende Argumente vorgetragen habe, die für eine Schließung des Bades sprechen.

Er sieht in dem Fortbetrieb des Bades eine Attraktivitätssteigerung der Schule und die Politik in der Pflicht, zu verhindern, dass Personen die Lust am freiwilligen Engagement vergeht.

In Name der SPD-Fraktion spricht er sich gegen eine Schließung aus.

 

Zweite stellv. Bürgermeisterin Hinderks stellt fest, dass die Grundschule über drei Lehrkräfte verfügt, die vormittags den Schwimmunterricht erteilen können.

Sie fragt an  die Schulleiterin Gödecke gerichtet an, ob sie für eine Schließung des Lehrschwimmbeckens sei.

Frau Gödecke spricht sich „unter vernünftigen Bedingungen“ für den Erhalt des Bades aus.

 

Zweite stellv. Bürgermeisterin Hinderks bemängelt, dass die Verwaltung nur negative Aspekte angeführt habe. Das Lehrschwimmbecken sei nicht mit dem Friesenbad vergleichbar. Sie selbst habe im vergangenen Jahr von der Verwaltung gefordert, eine Elternbefragung an der Grundschule und im Kindergarten Stapelmoor durchzuführen. Sie bemängelt, dass dieses nicht umgesetzt wurde und vermisst die Unterstützung der Verwaltung. Für sie erscheint es so, als sehe die Verwaltung die Projektgruppe als nicht geeignet und fragt an, wie die Verwaltung eine Möglichkeit zur Hilfestellung sieht.

 

Bürgermeister Sonnenberg wünscht sich eine gemeinsame Entscheidung der Politik und der Verwaltung. Er stellt unmissverständlich fest, dass es der Stadt Weener (Ems) nicht möglich ist, ein weiteres Bad zu betreiben. Er betont, dass im Falle einer Vereinsgründung sämtliche Zuständigkeiten in dessen Verantwortungsbereich liegen. 

 

Zweite stellv. Bürgermeisterin Hinderks sieht es als erforderlich an, eine Vereinbarung zwischen der Stadt Weener (Ems) und der Projektgruppe abzuschließen um klare Regelungen zu schaffen.

 

Geschäftsführer Welp erläutert, dass es der Stadt Weener (Ems) nicht vorrangig um die Kosten geht. Er betont nochmals eindringlich, dass die Übernahme der Verantwortung, was zwingend zur Erfüllung aller bestehenden Vorgaben führt, der wichtigste Punkt ist.

 

Vorsitzender Drewniok zeigt sich optimistisch, dass sich „das Gesagte“ auf den Weg bringen lässt.

 

Diese Aussage bestätigt Geschäftsführer Welp. Er erinnert obendrein an die Klärung der Haftungsfrage.

 

Ausschussmitglied Geerdes schätzt nach eigenen Aussagen die geleistete ehrenamtliche Arbeit. Er sieht in einer möglichen Schließung ein „Stück Lebensqualität“ verloren gehen und zweifelt die Aussagekraft der getätigten Umfrage nochmals an. Er regt eine öffentliche Veranstaltung an, um das Meinungsbild zum Lehrschwimmbecken einzuholen. Möglicherweise könne das Bad kostengünstiger erhalten werden, Die SPD werde jedenfalls dafür kämpfen.

 

Bürgermeister Sonnenberg erläutert nochmals, dass es der Stadt Weener (Ems) nicht möglich sei, ein weiteres Bad zu betreiben.

Er schlägt jedoch ein gemeinsames Gespräch aller möglichen Beteiligten vor, um eine Lösung zu finden und aufzuzeigen, welche Schritte erforderlich sind.

 

Vorsitzender Drewniok formuliert den geänderten Beschluss über den anschließend abgestimmt wird.


Es wird beschlossen, das Lehrschwimmbecken der Grundschule Stapelmoor zum Frühjahr/Sommer 2020 wieder in Betrieb zu nehmen.