Tagesordnungspunkt

TOP Ö 2: Antrag der CDU-Fraktion - Fällung der Bäume rechts und links der Hauptstraße in Halte

BezeichnungInhalt
Sitzung:05.11.2015   BAUMA/006/2015 
Vorlage:  AT/2015/1627 

Ratsmitglied Hinderks erläutert den Antrag und weist darauf hin, dass u. a. durch den Schattenwurf der Bäume und durch Verschmutzungen sowie Beschädigungen an den  Glasscheiben usw., der derzeitig vorhandene Baumbestand (Buchen) eine finanzielle Belastung für die Gewächshausbetreiber bedeute. Bei dem Grundstück Halte 37 sollen 12 Bäume gefällt werden. Vor der Fällung sollen jedoch in vorhandene Lücken Obstbäume gesetzt werden. Hier soll ein Alleecharakter entstehen. Die Fällung der Bäume soll zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.

 

In der anschließenden Diskussion weist Grundmandatsinhaber Holtkamp darauf hin, dass hier das Nachbarrechtsgesetz zugrunde zu legen ist. Eine Beschattung der Gewächshäuser sowie Verunreinigungen sind durch die Eigentümer zuerst nachzuweisen und in gewissem Rahmen auch hinzunehmen. Zudem soll eine vorhandene Allee zerstört werden und durch eine Obstbaum-Allee ersetzt werden. 

 

Die SPD-Fraktion schließt sich dem Vortrag des Grundmandatsinhabers Holtkamp an, verweist jedoch zusätzlich noch auf Beschlüsse, die das Fällen von Bäumen in Halte, um Solaranlagen optimal ausnutzen zu können, verboten haben.

 

Ratsmitglied Rutenberg vermisst ein vernünftiges Konzept und wird mit Nein stimmen. Das Konzept soll beinhalten, welche Bäume neu gepflanzt werden sollen einschl. der Kosten der Neupflanzungen und ob die Betriebe dann wirtschaftlich arbeiten können. Festgestellt wird, dass der Charakter der Buchenallee sehr schön ist. Dies könne auch für eine Obstbaum-Allee gelten.

 

Bezirksförster Wolken vertritt die Auffassung, dass die 12 Bäume aus Gründen der Verkehrssicherungspflicht nicht gefällt werden müssen. Diese Allee entwickelt sich erst jetzt richtig. Die Bäume werden noch höher und bilden eine größere Krone aus. Dadurch vergrößert sich der Schattenwurf. Die Bäume können gefällt und durch eine Obstbaum-Allee ersetzt werden.

 

Ratsmitglied Karafotias spricht sich dafür aus, hier nach einer einvernehmlichen Lösung zu suchen. Wenn die Fachleute sagen, dass Obstbäume genauso schön aussehen und von diesem Austausch auch noch die Bienen profitieren und die Ersatzanpflanzungen durch die Halter Gärtner auf eigene Kosten vorgenommen werden, sollte entsprechend verfahren werden. Es werden nur Vorteile und keine Nachteile gesehen.  

 

Die Verwaltung regt an, die vorhandenen Lücken gleichmäßig zu schließen. D. h., jetzt nachzupflanzen und zu einem späteren Zeitpunkt vereinzelt Bäume wegzunehmen. Es dürfen jedoch keine Präzedenzfälle geschaffen werden.

 

Ortsvorsteher Silze spricht sich für die Wegnahme der Bäume und die Neuanpflanzung von Obstbäumen aus. Auf die Erstellung eines Gutachtens kann verzichtet werden.

 

Ratsmitglied Hinderks nimmt den gestellten Antrag in dieser Form zurück. Den Halter Gärtnern wird empfohlen, ein Konzept zu erstellen. Danach wird ein neuer Antrag gestellt.